// Künstlerportal: Kenzaburó îe

Bücher // Review

Kenzaburó îe
Bewertung
Roman
Erscheintermin 10/2005
Verlag S. Fischer
Seitenzahl 290 S.
Tagame Berlin Tokyo

Ein Debütant, der den Helden seines offen autobiografisch inspirierten Romans "Kogito" nennen würde, käme doch reichlich lächerlich daher; und wenn ein Literaturnobelpreisträger scheinbar Seiten aus seinem Tagebuch eines Großschriftstellers zwischen Tokyo und Berlin schlicht in sein Manuskript überträgt, so müsste das doch eigentlich nach Günther Grass schmecken, dessen literarische Impotenz seit Jahrzehnten nur von der Abgeschmacktheit seiner Wortmeldungen übertroffen wird. Kenzaburó îes neuer Roman, die Geschichte einer Künstlerfreundschaft, ist dagegen ein so ernstes, unglaublich konzentriertes Stück Prosa, so dass man sich sogar von der Verlagswerbung, îes Worte bohren sich wie ein Splitter ins Herz, einmal ausnahmsweise nicht grob verladen fühlt. Schildkäfer - Tagame - nennt Kogito den Rekorder, auf dem er die Bänder abhört, die sein engster Freund Goro vor seinem Selbstmord besprochen hat. Mit diesen Bändern im Gepäck tritt er ein Stipendium im winterlichen Berlin an. îe bewegt sich souverän zwischen Alltagserleben, intimem Zwiegespräch, philosophischer Reflexion und historischem Bericht - der Beweis, dass Nobelpreise nicht immer ausgewürfelt werden. (aw)





Zugabe

Entdecke mit Heineken deine Stadt neu

Promotion

Spätsommerwiese – so war der Workshop mit Jack Daniel’s Tennessee Honey und Bloomy Days in Berlin!

style+

Der neue Style-Guide als PDF zum Durchblättern

kulturnews // präsentiert



Madison Violet

Ticketshop


Zugabe

Entdecke dein Talent!

kulturnews

Das Magazin als PDF zum Durchblättern