Bücher // Review

Roman
Erscheintermin 10/2007
Verlag Suhrkamp
Seitenzahl 250 S.
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Im Nirgendwo Alaskas steht eine Anlage namens HAARP: ein Antennenwald, der offiziell der Strahlenforschung dient, in Wahrheit aber eine heimtückische Waffe des US-Militärs ist. Im Kampf gegen HAARP: Claudia, wohlbehütete süddeutsche Abiturientin, im Verein mit ihrem altlinken Großvater. Gevatter Dath erzählt: eine Räuberpistole. Claudia beendet ein fruchtloses Verhältnis mit ihrem Lehrer, Claudia bringt vielleicht einen Mitschüler um, Claudia reist mit Opa nach Alaska, Widerstand spielen. Spätestens hier gibt "Waffenwetter" jegliche Logik auf, verliert sich der Autor in freien Assoziationsketten, wo die Protagonisten unter heftigstem Strahlenbeschuss die Orientierung verlieren. Ein großer Schmuh, natürlich. Andererseits aber auch eine Liebeserklärung an die 19-jährige Heldin, deren Gedankensprünge in konsequenter Kleinschreibung, ohne Respekt vor Satzbau und ähnlichen Lässlichkeiten nachvollzogen werden; ein einziger langer Denkfluss, in dem die Bibel, Tocotronic, schließlich auch Daths Vorgänger "Dirac" kurz auf- und wieder abtauchen. Und nicht zuletzt: eine Verneigung vor dem linken Fabulieren, dem die Verschwörungstheorien immer schon eingeschrieben waren. Großartig. (fis)
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