// Künstlerportal: Christoph Steier

Bücher // Review

Christoph Steier
Bewertung
Roman
Erscheintermin 04/2008
Verlag Mitteldeutscher Verlag
Medium Hardcover
Seitenzahl 192 S.

Preisvergleich
amazon.de ab EUR 14,98
libri.de EUR 1.95
Tauchertage

"Nein, er war nicht unersättlich. Manchmal war es genug, wenn sein fraßschwangerer Bauch so schmerzte wie jetzt, wenn die saure Brühe aus Cola und Eis ihm schon wieder im Hals stand. Manchmal war es genug, wenn er sich nicht mehr bewegen konnte und es das größte denkbare Glück war, fünf Minuten reglos dazuliegen, nur fünf Minuten, ehe er alles auskotzen und ohne weitere Umstände einschlafen konnte. Leer, schlaff und rein, erschöpft von den ehrlichen Mühen der falschen Geburt." Mit seinem Debüt "Tauchertage" ringt der 29-jährige Christoph Steier dem überstrapazierten Thema Bulimie einen vernachlässigten Aspekt ab: Sein Antiheld über der Kloschüssel ist der Zivi Kilian. Parallel dazu erzählt Steier von Kilians bester Freundin Charlotte, die durch ihren neuen Freund Steve gleich während des ersten Unisemesters in Hamburgs bessere Kreise einzieht. Doch auch Charlotte fühlt sich leer, und nach Kilians Zusammenbruch fliehen sie zusammen auf eine Insel. Selbst wenn Steier seinen Roman mit plakativer Gegenwartssprache übertrieben aufmotzt, Oberflächlichkeiten gern durch häufige Nennung von Markennamen outet und einige Kausalitäten zu sehr Klischee sind, ist ihm doch ein sensibles Psychogramm seines Protagonisten gelungen, das in guten Momenten zur gesamtgesellschaftlichen Krankenakte wird. Womöglich immer dann, wenn der Autor es nicht zu sehr darauf angelegt hat. (cs)





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