Bücher // Review

Roman
Erscheintermin 03/2009
Verlag C. Bertelsmann
Medium Hardcover
Seitenzahl 192 S.
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Wenn wir einmal Kinder haben, machen wir alles anders. Besser als unsere Eltern. Nur haben wir bis dahin vergessen, wie es ist, jung zu sein, und unsere Kinder können sich nicht vorstellen, dass wir es jemals waren. Diesen ewigen Generationenkonflikt greift Giulia Carcasi in ihrem Roman "Ich bin aus Holz" auf: Zwischen Giulia und ihrer Tochter Mia herrscht Schweigen. Dabei wollte Gulia ihrem Kind alles recht machen - aber Mia sieht in ihrer Mutter nur eine Frau ohne Gefühle, die ihr trostloses Leben verdrängt. Lieber wechselt Mia die Männer wie die Unterhosen, als so zu enden. Giulia, der das Treiben ihrer Tochter Sorgen bereitet, beginnt deren Tagebuch zu lesen und merkt, dass Mia gar nicht so anders ist als sie selbst. Die junge Autorin Carcasi, 1984 geboren, analysiert die Verkettung der Generationen mit erstaunlicher Reife und sprachlicher Gewandheit. Nur der Fatalismus des Romans wirkt etwas naiv: eine falsche Entscheidung, und schon ist das ganze Leben versaut. Insgesamt ist "Ich bin aus Holz" jedoch eine locker zu lesende, gefühlige Geschichte über das Zueinanderfinden - egal ob es sich um Mütter, Töchter, Geschwister oder Geliebte handelt. (kat)






