Bücher // Review

Krimi
Erscheintermin 11/2009
Verlag Lübbe
Seitenzahl 320 S.
Preisvergleich
libri.de EUR 1.95
Manchmal sind Kriminalromane einfach nicht logisch. Warum zum Beispiel wittert der Reykjavíker Kommissar Erlendur hinter dem Selbstmord einer Frau einen Mordfall? Und warum vermutet er Parallelen zwischen zwei Jahrzehnte zurückliegenden Vermisstenfällen? Man weiß es nicht - doch natürlich hat Erlendur recht. Weil aber niemand seinen kruden Theorien Glauben schenkt, muss er auf eigene Faust ermitteln. In seinem achten Buch über den kauzigen Kommissaren konzentriert sich der Exjournalist Arnaldur Indridason ganz auf den Alleingang seines Protagonisten; dessen zerrüttete Familie zum Beispiel spielt nur eine verhältnismäßig kleine Rolle. Und auch die Fälle an sich nutzt Indri ason mehr als Vehikel für eine intensive Beschäftigung mit Themen wie: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es Nahtoderfahrungen, gibt es Wiedergänger? Sprachlich ist das gewohnt ruhig, unspektakulär, leserfreundlich. Sowieso gilt für diesen wie auch alle bisherigen Kommissar-Erlendur-Romane: zehn Prozent Aufregung, neunzig Prozent Gemütlichkeit. (jul)
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