Bücher // Review

Krimi
Erscheintermin 06/2012
Verlag Hoffmann & Campe
Medium Hardcover
Seitenzahl 240 S.
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San Francisco, 1963: Journalist Samuel Hamilton wittert eine große Story, als am Hafen ein menschlicher Oberschenkel in einem Pintobohnensack gefunden wird. Er recherchiert im Viertel der mexikanischen Einwanderer die Hintergründe der Tat und bekommt von der Restaurantbesitzerin Melba Hinweise auf obskure Heiler und Scharlatane. Die Spur führt Hamilton zu der "Universalkirche für seelische Entfaltung", die eine (Ex-)Domina und ein sexsüchtiger Zwerg betreiben und schon bald sieht sich der Journalist mit menschlichen Abgründen konfrontiert, von denen außerhalb des Viertels niemand etwas ahnt. Gordon schmeckt seine Gesellschaftsstudie der frühen Hippie- und Queerszene mit viel San-Francisco-Lokalkolorit ab und würzt sie mit skurielen Charakteren zu einem Krimi hoch. Doch leider kocht er zu sehr nach Rezept. Am Ende fehlt die Prise Schärfe, die dem guten Plot zur Lebendigkeit verhelfen würde. Dabei kennt der Autor durchaus die Geheimnisse der mexikanischen Küche, wie viele Koch- und Essszenen und ein Rezept für Krabben-Enchiladas auf Seite 50 zeigen. (nh)






