// Künstlerportal: Herbert Grönemeyer

Platten // Review

Herbert Grönemeyer
Bewertung
Bühnenmusik
Erscheintermin 26.9.2005
Plattenfirma Virgin
Medium CD
Leonce und Lena


Bei seinen Hamburger Musiktheaterstücken "Black Rider" und "Alice" bevorzugte der texanische Theatermacher Robert Wilson Kompositionen von Tom Waits. Für seine Berliner Büchner-Produktion durfte Grönemeyer ran. Der lieferte denn auch artig schrammelnde "Art-House"-Bühnenmusik dazu - Weill lässt alleweil grüßen. Hier ein bisschen Blue-Note-Jazz, da ein paar schmetternde Trompeten und funky Klarinetten zu Couplets und Liebesduetten. Zwei Jahre nach der Premiere liegt nun die Studioeinspielung vor. CD 1 versteht sich als Hörbuch: Songs inklusive kurzer Dialogszenen plus Grönemeyers Zwischentexte. CD 2 präsentiert das Dutzend Songs noch mal pur und verstärkt den ersten Eindruck: dass Grönemeyers Kompositionen artig, kunstfertig und bühnentauglich, aber nicht sehr einfallsreich sind. Nur "Valerio", das treibende Bluesrock-Loblied auf die Faulheit, drängt sich gleich ins Ohr - weil Stefan Kurt Herbie so wunderschön imitiert. (ascho)




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