Platten // Review

Post-Hardcore
Erscheintermin 9.1.2006
Plattenfirma Universal
Medium CD
Preisvergleich
amazon.de ab EUR 4,65
itunes.de
Würde man vom Anfang aufs Ende der Stücke schließen, könnte man "Vheissu" mit einer x-beliebigen Ambient- oder Esoterikplatte verwechseln. Es beginnt mit wabernden Keyboard- und Gitarrenflächen mit viel Hall und einem Gefühl von Weite. Irgendwo klimpert eine Spieluhr, ein Echolot piept, bevor dann der Sänger nach rund 30 Sekunden die stets belegte Stimme erhebt. Man könnte fast die Uhr danach stellen. Das soll Emotionen und Tiefgang evozieren; immerhin geht es hier um Weltverschwörungstheorien, um geheimnisvolle Eingänge zur Unterwelt und Thomas Pynchons Kultbuch "V". Dass unter so viel thematischem Ballast die Musik ächzen und stöhnen muss, ist nachvollziehbar. Der Sound von Thrice ist dicht und fest wie ein Kuchen, den man, um alles richtig zu machen, extra lange gerührt und nachher kleine Fehler mit glättendem Zuckerguss kaschiert hat. Vielleicht war’s aber auch einfach das falsche Rezept. (kw)






