// Künstlerportal: Herbert Grönemeyer

Platten // Review

Herbert Grönemeyer
Bewertung
Rockpop
Erscheintermin 25.3.2007
Plattenfirma Virgin
Medium CD
12


Man muss Grönemeyer zugute halten, dass er schon mehr macht, als bloß seine gewaltige Karriere zu verwalten. Und so ist "12" zumindest von dem Gedanken geprägt, jedes Lied anders klingen zu lassen als das vorherige oder das folgende, wobei sich eine Platte zwar ohne roten Faden, aber mit beachtlichem Unterhaltungswert ergibt. Er zitiert sich auch selbst. "Kopf hoch, tanzen" etwa greift den schon klassischen Zweifel an seiner Tanzfähigkeit auf und klingt wie "Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist". "Du bist die" erinnert in seiner umarmenden Art an "Mensch". Modern ist das alles nicht, doch so sehr man auch mäkeln könnte über gutmenschelnden Hymnenpop wie "Stück vom Himmel", so sehr uns das Pastorale nervt ("Zur Nacht"), so abgedroschen man die ewigen Fußballphrasen ("Flüsternde Zeit") auch findet: Man kann dieses reichhaltige Album auf einer dreistündigen Bahnfahrt drei Mal hören - und legt es trotzdem gern ein viertes Mal ein, bevor man überrascht feststellt, dass man ja schon angekommen ist. (sr)




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