Bücher // Review

Roman
Erscheintermin 01/2003
Verlag Rowohlt
Seitenzahl 480 S.
Preisvergleich
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Bislang war Siri Hustvedt vor allem als Frau von Paul Auster bekannt. Das wird sich spätestens mit ihrem dritten Roman ändern. "Was ich liebte" ist nachdenkliche Gesellschaftsanalyse und minutiöses Psychogramm zweier Künstlerfamilien in New York zwischen 1975 und der Jahrtausendwende. Die Familien von Kunsthistoriker Leo Hertzberg und Maler Bill Wechsler verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch schwere Schicksalsschläge bedrohen ihre Lebensentwürfe. Ohne selbstverliebte Sprachakrobatik erzählt Hustvedt aus der Perspektive des männlichen Intellektuellen. Besonders in der ersten Hälfte offenbart sie durch die Beschreibung der Kunstwerke die widergespiegelten Gefühle, Ängste und Hoffnungen der Protagonisten. Leider verwandelt sich das intelligente Zeitpanorama im zweiten Teil durch gehetzte Handlung und Krimielemente zum Pageturner. Doch Hustvedt hat genau damit den für die 90er Jahre charakteristischen Ton gefunden. Ein pessimistischer Jahrtausend-Abgesang ohne Pauschalisierungen. (cs)
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- Die Leiden eines Amerikaners (2008) // Hardcover






