Platten // Review

Folk
Erscheintermin 18.2.2011
Plattenfirma Rough Trade
Medium CD
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Wer der kanadischen Folkrockband vorwerfen möchte, Vic Chesnutts Werk auf "Demons" geschmeidiger zu machen, der rennt offene Türen ein. Sie finden es ja gerade bedauerlich, dass die Songs des querschnittgelähmten Kollegen, der 2009 starb, dank seiner oftmals sperrigen Darbietung unbekannter blieben, als sie es verdient hätten. Mit "Demons" versuchen die Cowboy Junkies dies zu ändern, indem sie sein Werk übersetzen in ihre eigene, populärere, doch keineswegs gefällige Stilistik. Denn auch für ihr Schaffen gilt: Das Herzblut, welches sie vergossen in bisweilen atemberaubend großen Alben, berührte zu wenige. Dafür verehren sie einfach die falschen Vorbilder, gebrochene Gestalten nämlich wie Townes Van Zandt oder eben Vic Chesnutt. Seine Songs, geschmiedet aus Verzweiflung, Bitterkeit und schwarzem Humor, bügeln sie nicht glatt. "Wrong Piano" etwa zersägt Michael Timmins geradezu mit seiner übersteuerten E-Gitarre, während die vokale Gelassenheit seiner Schwester Margo dem Song die bandtypische Melancholie einwebt. Auch die schwerblütige Hammondorgel, essenziell für den Folkpop-noir-Sound der Band, erdet und verdüstert Chesnutts Kanon kongenial. Als "Liebesdienst" bezeichnet Michael Timmins dieses Album. Und wer ihm das nicht anmerkt, ist für beide verloren, für Chesnutt und die Cowboy Junkies. (mw)
Platten // Reviews
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- Open (2001)
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