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Geoffrey Beattie Corner Boys
Roman Klett-Cotta

Corner Boys

Review

Ich las auf dem Umschlag, diesen Roman habe ein Psychologieprofessor aus Manchester geschrieben, gebürtig aus Belfast; gewidmet ist er "Zoe, Ben und und Sam, die niemals an der Ecke leben mussten", mutmaßlich Prof. Beatties Nachwuchs. Hätte ich nicht tun sollen. Denn so dachte ich, Seite um Seite: Nachtigall, ick hör dir trapsen! Ich las die herzergreifende Geschichte von James, dem Jungen aus dem protestantischen Getto im Norden Belfasts, der mit der Clique rumhängt, den üblichen Scheiß baut, die Schule schmeißt und sich in Shannon verliebt, die aber Katholikin ist, womit das Verhängnis seinen Lauf nimmt ... Anstatt dass ich mich aber der vielen pittoresken Details erfreute, die Prof. Beattie in die Handlung eingestreut hat, dachte ich immer nur: Sublimierung! Projektion! Es! Über-Ich! Und ärgerte mich über die absurde Mischung aus Straßenjargon und Neunmalklugheit, die Prof. Beattie seinem Erzähler James angedeihen lässt. Ich fand nur wenig erzählerische Klasse in "Corner Boys" - stattdessen blinkte mir auf jeder Seite eine Leuchtreklame entgegen mit der Botschaft "Achtung, Leser! Dieser Roman ist pädagogisch wertvoll!" (rr)





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