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Lady Gaga // Story

Lady Gaga
Foto: Universal

Cool und böse

Lady Gaga, erfolgreichster Popstar der Welt, klaut wie ein Rabe – sogar deutsche Fäkalwörter.

Interview: Steffen Rüth

Gefunden in

kulturnews: Lady Gaga, dein neuer Song heißt "Scheiße". Kanntest du kein schöneres deutsches Wort?
Lady Gaga: Ist "Scheiße" denn kein schönes Wort? Ich wollte einen Begriff, den jeder kennt und der - zumindest in diesem Zusammenhang - nichts bedeutet. Das ganze Lied ist ein cooler Kauderwelsch.

kulturnews: Wo ist "Scheiße" entstanden?
Gaga: In Berlin. Ich war vorher in einem wundervollen Club, dem Lab.Oratory. Dort feiern sie abgedrehte Fetisch- und Sexparties.

kulturnews: Du findest deine Ideen also in Clubs ...
Lady Gaga: ... und überall sonst. Ich sehe mich ein bisschen als Diebin: von Musik, Kunst, Mode.

kulturnews: Also alles nur geklaut ...?
Lady Gaga: Ich würde sagen, dass ich durchaus eigene Ideen habe, aber: Ja, ich bin sehr stark inspiriert von der Vergangenheit.

kulturnews: "Edge of Glory" zum Beispiel erinnert an den Hardrock der 80er.
Lady Gaga: Das ist meine Hommage an Bruce Springsteen. Meine Eltern und auch mein vor kurzem verstorbener Großvater kommen aus der Arbeiterklasse. Springsteen hat diesen Menschen immer gehuldigt.

kulturnews: Wer sind sonst deine Vorbilder bei den neuen Songs?
Lady Gaga: Ich benutze eine Basslinie von Depeche Mode, den Synthesizer wie New Order oder Hintergrundgesang à la Abba. Ich habe mir beim Komponieren vorgestellt, wir würden eine Party im Vatikan feiern, heimlich nachts, mit vielen bösen, aber spirituellen Menschen. Deshalb mag ich auch das Lab.Oratory: Der Laden ist wie eine Kirche für coole, böse Kids.

Das Album "Born this Way" ist Ende Mai erschienen.

26.05.2011

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