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Eva // Story

Eva
Foto: Jameel Khaja

Von der Vega

New York, Hamburg, Udine: Die amerikanische Singer/Songwriterin Eva kommt viel rum. Musikalisch aber ist sie nur einem Land treu.

Interview: Dagmar Leischow

Gefunden in

kulturnews: Eva, dein Album "Sky wide open" vermittelt den Eindruck, dass du gerne Geschichten erzählst. Eva: Das stimmt. Ich bin jetzt eine Frau mittleren Alters, das spiegeln meine Songs selbstverständlich wider. Sie haben nicht diese pubertäre "Ich hasse alles"-Attitüde, sondern strahlen deutlich mehr Optimismus aus.
kulturnews: Trotzdem beschäftigst du dich im Song "Try to fly" mit der Teenagerzeit. Eva: Ich habe dieses Stück eigentlich für meine Nichte geschrieben. Sie geht aufs College, und aus meiner Sicht stehen ihr alle Türen offen. Aber sie hat Angst vor der Zukunft. Weil sie nicht so recht weiß, welche Richtung sie einschlagen soll.
kulturnews: Eine Phase, die für dich längst Vergangenheit ist, oder? Eva: Ich habe das Gefühl, ebenfalls auf einen Wendepunkt zuzusteuern. Meine beiden Töchter brauchen mich im Grunde nicht mehr. Ich mache Musik, werde demnächst auf Tournee gehen. Wohin mich mein Weg danach führt, wird sich zeigen.
kulturnews: Bei dir ist nicht immer alles wie geplant gelaufen. Zum Beispiel bist du als junge Frau Hals über Kopf von New York nach Hamburg gezogen. Eva: Damals hatte ich mich in meinen Mann verliebt. Wegen ihm habe ich mein Leben komplett umgekrempelt. Ich musste Deutsch lernen und mich auf eine andere Kultur einlassen. Plötzlich war ich ganz weit weg von meiner Familie, von meinen Freunden. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mit diesen Veränderungen klargekommen bin.
kulturnews: Deinen amerikanischen Musikern hast du dennoch die Treue gehalten. Eva: Ich wollte unbedingt wieder mit ihnen ins Studio gehen. Diesmal haben wir meine Platte in Udine im Nordwesten Italiens aufgenommen. Von dort aus war es nicht weit bis Venedig. Damit konnte ich meine Jungs locken.

kulturnews: Dein Schlagzeuger Doug Yowell arbeitet seit Jahren mit Suzanne Vega zusammen. Wie sehr hat sie dich beeinflusst? Eva: Für mich ist sie neben Joni Mitchell eine der großartigsten Songschreiberinnen der Musikgeschichte. Natürlich sehe ich in ihr ein Vorbild. Deshalb bin ich froh, dass sie Doug regelmäßig engagiert. Von ihr hat er nämlich gelernt, ganz sensibel zu spielen. Er reagiert mit Feingefühl auf das, was meine Titel inhaltlich aussagen. Mehr kann ich mir wirklich nicht wünschen.

kn präsentiert
15. 4. Kiel, Kulturforum
26. 4. Hildesheim, Kulturfabrik Löseke
28. 4. Stuttgart, Rosenau
29. 4. Berlin, Postbahnhof
30. 4. Hamburg, Knust

29.03.2012


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