// Künstlerportal: Eloy

Eloy // Story

Eloy
Foto: Eloy

Noch ein Ritterschlag

Eloy, 1969 vom singenden Gitarristen Frank Bornemann gegründet, waren lange Zeit ein Aushängeschild des deutschen Progrock. Und das ist plötzlich wieder so – vor allem live.

Interview: Philipp Roser

Gefunden in

kulturnews: Frank, es ist bekannt, dass du mit Eloy nicht gern live spielst - trotzdem wart ihr 2011 beim Burg-Herzberg-Festival und auf der Loreley bei der "Night of the Prog" ...
Frank Bornemann: Es ist jedes Mal ein unglaublicher Aufwand. Wir leben alle über ganz Deutschland verstreut: Klaus-Peter Matziol ist in Köln Geschäftsführer bei Rieger Concerts, Michael Gerlach hat einen Pflegedienst in Berlin, Hannes Folberth eine physiotherapeutische Praxis im Schwarzwald, und Bodo Schopf muss Eloy mit seinen anderen musikalischen Verpflichtungen abstimmen. Zu den Proben reisen alle nach Hannover. Wir müssen mindestens zwei Wochen lang von früh bis abends durchproben - wir spielen schließlich keine Drei-Harmonien-Stücke! Das zog sich über Monate hin, es kamen allein über 2 600 Euro an Fahrtkosten zusammen.

kulturnews: Warum hast du dich dann breitschlagen lassen?
Bornemann: Ich hatte mich lange nicht auf das Internet eingelassen und wusste nicht, wie groß die Eloy-Community noch ist. Die Fans haben mich regelrecht weichgeklopft. Ich rief eine extrem hohe Gage auf - aber das wirkte nicht abschreckend, zum Glück ... Denn es lief bombig, die Leute reisten wirklich aus aller Welt an, sogar aus dem Iran, aus Russland, aus Australien! Dabei hatte ich wegen der starken Konkurrenz durchaus Bammel.

kulturnews: Und jetzt geht ihr nochmals auf Tour - und fliegt Ende Juni sogar für einen Gig in die USA.
Bornemann: In die USA gehen wir, weil wir eine Einladung zum NEARfest erhalten haben - das ist der Ritterschlag im Progrock! Es findet 2012 zum letzten Mal statt, wir werden als letzte Band spielen. Dazu geben sie uns einen Mitschnitt für eine DVD. Übrigens könnte es gut sein, dass die anstehenden Gigs unsere letzten sein werden.

kulturnews: Warum habt ihr eigentlich unlängst ausgerechnet "The Tides return Forever" von 1994 wiederveröffentlicht?
Bornemann: Weil es zu den beliebtesten Eloy-Alben gehört. Das Album wird bei Ebay für 60 Euro und mehr gehandelt - ein Unding! Deshalb habe ich die Scheibe remastert und außerdem einen zeitgemäßen, modernen und doch Eloy-typischen Remix des Titelstücks als Bonustrack angefertigt.

kulturnews präsentiert
20. 6. Hannover Capitol
24. 9. Hamburg, Markthalle
25. 9. Berlin, Postbahnhof
27. 9. München, Theaterfabrik
29. 9. Mainz, Frankfurter Hof
30. 9. Stuttgart, Longhorn
1.10. Köln, E-Werk

24.05.2012


Zugabe

Werde Roadie beim Hurricane Festival!

style+

Der neue Style-Guide als PDF zum Durchblättern

kulturnews

Das Magazin als PDF zum Durchblättern

kulturnews // präsentiert



Silly

Zugabe

Tickets für Joe Cockers Konzert in Mönchengladbach zu gewinnen!