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Monsters Of Liedermaching // Story

Monsters Of Liedermaching
Foto: Martin "Armadillo" Huch

Sechs Freunde müsst ihr sein

Die Monsters Of Liedermaching haben sich vom Geheimtipp zum Publikumsmagneten entwickelt. Dabei sind sie durchaus anders als andere Bands …

Interview: Oliver Kube

Gefunden in

Eine Gruppe, die aus einem halben Dutzend Männern besteht, die zuvor schon als Alleinunterhalter Karriere gemacht haben - kann das gut gehen? Das übliche Divengehabe gibt es bei den größtenteils in Hamburg lebenden Monsters Of Liedermaching jedenfalls nicht. "Natürlich haben wir auch hin und wieder kleinere Egoanfälle", lacht Torsten "Totte" Kühn. "Wenn es aber unter uns überhaupt eine Art Konkurrenz gibt, dann ist dies ein eher sportlich anmutender Kampf um die Gunst des Publikums. In erster Linie sind wir nämlich Freunde, die alle auch Fans der anderen sind."

Die Harmonie mag damit zusammenhängen, wie die Herren sich überhaupt fanden. Spontanität, Mut und ein Hauch kreativen Wahnsinns nämlich führten zur Gründung eines der derzeit unterhaltsamsten Acts der Republik. "Wir kannten uns alle bereits lose von Auftritten in denselben Klubs oder bei Festivals", erinnert sich der aus Köln stammende Kühn an den Sommer 2003. An jenem Sonntag standen er, der Berliner Rüdiger Bierhorst, Peer Jensen alias Pensen, Frederik Timm (ex-Norbert Und Die Feiglinge), Jan Labinski und Jens Burger, Exfrontmann der Schröders, allesamt auf dem Programm eines Umsonst-und-draußen-Festivals in Hamburg.

"Backstage kam bei der gegenseitigen Begrüßung plötzlich diese Idee auf", erinnert sich Totte. "Anstatt dass wir einer nach dem anderen auf die Bühne stiegen, um unser Programm abzuspulen, stellten wir einfach ein paar Bierbänke auf und gingen zusammen an den Start." Sie wechselten sich mich mit ihren Liedern und Geschichtchen ab, dazu begleitete man sich an der Gitarre, sang im Chor oder kooperierte bei kleinen Komikeinlagen. Das Publikum tobte vor Begeisterung. Und auch die Künstler hatten so viel Freude an diesem Konzept, dass sie noch während der Zugaben beschlossen, regelmäßig gemeinsame Sache zu machen

Das neueste Resultat dieser Zufallsgeburt wurde - wie bei den Monsters längst üblich - nicht in einem sterilen Studio, sondern live mitgeschnitten. "Schnaps & Kekse" hat alles, was ein Album im Comedyrock- und Liedermachergenre braucht: Melodien zum Mitpfeifen, Wortwitz und zwischendurch nachdenkliche Momente. Bei dieser komischen Band bleibt eben alles anders. Und es gibt Schlimmeres.

"Schnaps & Kekse" erscheint am 10. August.

19.07.2012


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