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Foto: © Rapid Eye Movies

Voll verstörend

Poppig poppen: Japanisches Kunstkino kann einen den letzten Nerv kosten – und ihn gleichzeitig treffen.

Von Falk Schreiber

Gefunden in

Sex ist toll. Filme über Sex sind auch toll. Und japanische Filme über Sex sind, naja, manchmal ein wenig anstrengend, verstörend, ultrasymbolistisch, auf ganz unerwartete Weise explizit. Sion Sonos "Guilty of Romance" (seit 19. 7. im Kino) handelt über weite Strecken ausschließlich von Sex: Hausfrau Izumi (Megumi Kagurazaka) flieht aus der Eheödnis zunächst in einen Job als Nacktmodell und dann in Prostitution, Vergewaltigung, Selbstaufgabe. Und Kommisarin Kazuko (Miki Mizuno) soll einen Ritualmord im Tokioter Rotlichtbezirk Shibuya aufklären und verheddert sich dabei immer tiefer in einem fetischistisch ausgestalteten Doppelleben. Das ist von Sono popbunt, drastisch und schrill inszeniert und alles in allem ein wenig anstrengend, verstörend, übersymbolistisch. Und nicht zuletzt: toll.

19.07.2012


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