Magritte: Schirn Kunsthalle, Frankfurt

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Magritte: Schirn Kunsthalle, Frankfurt
René Magritte: Les Jours gigantesques (1928) Abb.: Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, erworben mit Unterstützung des E. v. Siemens-Kunstfonds der Kulturstiftung der Länder u. der Kunststiftung NRW © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Neben Salvador Dalí ist René Magritte (1898–1967) wohl der bis heute populärste Künstler im ohnehin recht breit geschätzten Surrealismus. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass der fotorealistisch-genaue Malstil des gelernten Werbegrafikers Magritte auch ein dekoratives Element hat.

Allerdings ist das ein zweischneidiges Schwert: Auf den ersten Blick glaubt man, zu verstehen, was auf den Bildern passiert, beim zweiten Blick entdeckt man gewisse Irritationen, und schließlich folgt der Schock, dass man in Wahrheit rein gar nichts versteht.

Der Ausstellung „Der Verrat der Bilder“, die noch bis 5. Juni in der Frankfurter Schirn zu sehen ist, dürfte ein Publikumserfolg sicher sein, aber auch hier lohnt ein längeres Nachdenken über das Gezeigte – unterschwellig thematisiert die Schau nämlich den philosophischen Überbau von Magrittes Kunst, der sich in seiner Auseinandersetzung mit Heidegger und Foucault zeigt.

Magritte: Schirn Kunsthalle, Frankfurt
René Magritte: Les Jours gigantesques (1928) Abb.: Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, erworben mit Unterstützung des E. v. Siemens-Kunstfonds der Kulturstiftung der Länder u. der Kunststiftung NRW © VG Bild-Kunst, Bonn 2016