Rainald Grebe: Das Elfenbeinkonzert

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Rainald Grebe: Das Elfenbeinkonzert
Foto: Joachim Dette

Deutsche Kultur irgendwo da draußen in der Fremde anderer Länder den Menschen näherzubringen, war schon wiederholt der thematische Ansatz Rainald Grebes in Konzerten, zuletzt zum Beispiel bei der Tournee „Das Hongkongkonzert“. Jetzt also „Das Elfenbeinkonzert“, in dem Grebe davon erzählt, wie er der Einladung der Leiterin des dortigen Goethe-Instituts an die Elfenbeinküste nachkam. Was ein solches Grebe-Konzert ausmacht? Es ist ein ehrlicher, realistischer Querschnitt durchs deutsche Liedgut mit erstaunlich sinnlichen Mitteln sowie eine wunderbar-scharfe Analyse deutscher Befindlichkeit anhand der Popkultur. Ein Schwerpunkt der neuen Show liegt auf der Entwicklung des deutschen HipHop im Allgemeinen und dessen Verhunzung des Endreims im Besonderen. Im März 2016 ist Henrike Grohs, die Leiterin des Goethe-Instituts, neben 21 weiteren Menschen einem Bombenattentat des maghrebinischen Ablegers der Terrororganisation Al-Quaida zum Opfer gefallen. Grebe thematisiert das in seiner Show und sagt auch, dass er sich nicht sicher war, sein „Elfenbeinkonzert“ so überhaupt spielen zu können. Er entschied sich aber für ein „Jetzt erst recht“ und will auch weiterhin als Botschafter des Goethe-Instituts aktiv bleiben. kulturnews setzt Rainald Grebe mit „Das Elfenbeinkonzert“ auf die Bestenliste, weil die Show in ihrem Mix aus Komik und bitterem Ernst einfach gut ist. Sie sind ähnlicher Meinung wie die Redaktion? Dann können Sie hier für Rainald Grebe abstimmen.

Rainald Grebe: Das Elfenbeinkonzert
Foto: Joachim Dette