Rigoletto: Oper, Frankfurt

Die Uraufführung „Rigoletto“ begründete 1851 Giuseppe Verdis Weltruhm: ein Skandalstück, dem die Zensur radikale Vorgaben machte und das dennoch voller Anspielungen auf soziale und politische Missstände blieb. Ein düsteres Dreiecksverhältnis entwickelte Verdi da, bestehend aus Demütigung, Hass und hoffnungsloser Liebe – angelehnt an Victor Hugos ebenfalls skandalumwittertes „Le Roi s’amuse“.

„Das Sujet ist groß, immens und enthält eine Figur, die eine der größten Schöpfungen ist, derer sich das Theater aller Länder und aller Zeiten rühmen darf“, lobte Verdi einst den Aufbau von Hugos Drama und bezog sich dabei auf die Figur des Hofnarren, der in seiner Oper zum Titelhelden wird.

Bis heute wird „Rigoletto“ regelmäßig neuinszeniert, in Frankfurt vom 40-jährigen Hendrik Müller, der 2013 im Bockenheimer Depot Emilio de Cavalieris „Rappresentazione di Anima e di Corpo“ auf die Bühne brachte, allerdings auch im weiteren Umkreis aktiv ist – in Heidelberg zeigte er etwa Vivaldis „Tito Manlio“. Am Pult steht Carlo Montanaro (Foto).