Robert Doisneau: Gropiusbau, Berlin

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Robert Doisneau: Gropiusbau, Berlin

Es gibt Künstler, die schaffen es, mit einem einzigen Werk, ein Lebensgefühl, eine Gesellschaft, eine Welt zu erklären. Robert Doisneau gelang das 1950 mit „Le Baiser de l’Hôtel de Ville“, der Fotografie eines sich küssenden Paares, das die Welt um sich vergessen zu schien. Das Problem dabei: Meist wird die weitere Arbeit dieses Künstlers vom Erfolg dieses einen signifikanten Werks überstrahlt.

Die Retrospektive, die noch bis 5. 3. im Berliner Gropizsbau zu sehen ist, will Doisneau von diesem Image des One-Hit-Wonders befreien und die Arbeit des 1994 gestorbenen Künstlers in ihrer Breite würdigen, als (Auftrags-)Fotografie, die den Menschen ins Zentrum stellt und nicht das Sensationelle.

Zu sehen sind rund 100 Arbeiten vorwiegend aus den 1950ern und 60ern, geprägt von „Faszination für das Normale, Kleinbürgerliche und für das Melancholische, Zerbrechliche“. Darunter auch „Le Baiser de l’Hôtel de Ville“, natürlich.

Robert Doisneau: Gropiusbau, Berlin