Severin Groebner: Der Abendgang des Unterlands

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Severin Groebner: Der Abendgang des Unterlands
Foto: Stefan Stark

Ottfried Fischer nannte ihn mal eine Weltuntergangsstimmungskanone. Einem Wiener Kabarettisten das zu unterstellen, ist natürlich ein Ritterschlag. Doch Severin Groebner hat sich diese Auszeichnung auch redlich verdient. Wie er uns etwa von der Niederschlagung des Aufstands der Bevölkerung in Oberitalien 1848 durchs österreichische Heer erzählt und vom Radetzkymarsch, den Richard Strauss dem siegreichen 82-jährigen Feldmarschall Johann Joseph Wenzel Graf Radetzky anschließend widmete und den wir immer noch so gerne hören; wie er die Analogie zu heute herstellt und den Herrschenden empfiehlt, sich doch mal was von Österreichs musikalischer Abfederung von Militäreinsätzen abzuschauen: Das lässt einen schaudern. Schaudern lässt einen auch Groebners neues Programm, für das sich der Wiener Kabarettist die Apokalypse vorgenommen hat. Oder besser gesagt: das, was der gemeine Bürger so drauf hat an Gesellschaftspessimismus und Gejammere. Natürlich muss man sich nicht unbedingt lustig machen über unlogische, faktenverweigernde Meinungen. Andererseits: warum nicht? Wenn einer das mit dem nötigen Mut zur grausamen Pointe tut, dann Groebner.

Severin Groebner: Der Abendgang des Unterlands
Foto: Stefan Stark