Skulptur Projekte, Münster

Parallel zu jeder zweiten Documenta, also alle zehn Jahre, finden in Münster die Skulptur Projekte statt. Allerdings verschwinden die ausgestellten Arbeiten nicht wieder und versenken ihre Gastgeberstadt im westfälischem Hinter-den-Bergen-Gefühl – es geht um Kunst im öffentlichen Raum, und weil ein Großteil der ausgestellten Werke im Anschluss der Ausstellung von der Kommune oder ansässigen Unternehmen aufgekauft wird, bleiben die Kunst Münster erhalten.

Weil aber die Ausstellung den State of the Art in den Bereichen Skulptur, Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum darstellt, sind die Exponate längst nicht mehr als solche erkennbar, sondern dekonstruiert, in andere Gattungen migriert, travestiert. Was außerhalb des Museumsraumes häufig den „Das ist doch keine Kunst!“-Reflex hervorrufen wird – die „Skulptur Projekte“ sind entsprechend auch eine Schulung im Erkennen von Kunst.