Victoria – Männer und andere Missgeschicke

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Victoria - Männer und andere Missgeschicke

Auf den ersten Blick ist an Victoria (Virginie Efira) und ihrem Leben nicht viel lustig: Sie starrt apathisch aus dem Fenster, nimmt eine Beruhigungstablette und schüttet noch mehr Wodka in ihren Smoothie. Die Anwältin ist eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, mit einem ausgesprochen schlechten Händchen für Männer. Sie sucht sich Hilfe bei einem Therapeuten, und alle anderen Personen könnte man gleich mit auf die Couch legen, denn jeder in Victorias Leben ist genauso verkorkst. Das führt zu schrägen Dialogen, in denen alle Beteiligten aneinander vorbei reden, und zu noch skurrileren Erlebnissen: Wenn Victoria eine Richterin davon überzeugen muss, dass ein Dalmatiner kein verlässlicher Zeuge für einen Mordversuch ist, lässt der Film mit langen statischen Einstellungen viel Raum für die Absurdität der Situation. Doch so sehr man über diese Verwicklungen in Victorias Leben auch lacht – Victorias Probleme sind keine ungewöhnlichen: Als alleinerziehende Mutter und Karrierefrau kann man eben nicht immer die perfekte Haltung bewahren. Aber wir beobachten Victoria nicht beim Fallen, sondern beim Aufstehen – und das macht den Film zum hoffnungsvollen Porträt einer modernen Frau. soh

Die Spielzeiten von „Victoria – Männer und andere Missgeschicke“ gibt es hier.

Victoria - Männer und andere Missgeschicke