AlexKatz_RedHat
Alex Katz, Red Hat, 2013, Öl auf Leinwand, PrivatsammlungAndreas Pauly © Alex Katz, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

KUNST | München: Museum Brandhorst, noch bis 22. 4.

Alex Katz

Wer sich wie Alex Katz öffentlich dazu bekennt, seine Malerei sei zutiefst oberflächlich, hat keinen leichten Stand in der ach so hintergründigen Kunstwelt. Dass sich der Amerikaner in den 1950ern lieber weiterhin seinen Porträts und Landschaften widmete, statt sich dem Trend des abstrakten Expressionismus zu unterwerfen, tat sein übriges. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – zählte Katz immer zu den Großen seiner Zunft, war Vorreiter der Pop Art, und nicht nur von Kritikern gelobt, sondern auch kommerziell erfolgreich, was nur auf wenige seiner Kollegen zutrifft. Heute ist der Mann 91 Jahre alt, seit 60 Jahren mit seiner Frau Ada verheiratet, die gefühlt die Hälfte seiner Gemälde ziert, und arbeitet immer noch wie ein Besessener. Im Museum Brandhorst in München zeigt Alex Katz mit mehr als 80 Werken eine Art Retrospektive von den 1950ern bis heute, darunter auch Bilder aus der Reihe „The Red Hat“ (unsere Abbildung), die aufs Schönste Katz‘ ikonische Porträttechnik repräsentieren.