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Foto: © Arno Declair

THEATER

Am Königsweg: Deutsches Theater, Berlin

Beim Berliner Theatertreffen ist Falk Richters Hamburger Uraufführungsinszenierzung von Elfriede Jelineks Populismus-Parabel „Am Königsweg“ zu sehen, kurz zuvor nimmt das Deutsche Theater eine Vergleichsinszenierung ins Repertoire.

Die, so darf man annehmen, deutlich anders ausfallen dürfte als die Uraufführung: Ließ Richter den Politreigen zwischen Trump, Berlusconi und Orbàn als popkulturgesättigte Reizüberflutung durchs Deutsche Schauspielhaus donnern, so inszeniert am DT mit Stephan Kimmig ein Regisseur, der meist einen deutlich ruhigeren Zugriff auf Stücke wählt.

Freilich ist Kimmig kein Traditionalist, der ausschließlich auf Schauspieler und Text vertraut, politisch sind seine Arbeiten immer. Auch wenn er mit seinen jüngsten DT-Inszenierungen „Unterwerfung“, „Phädra“ und „Die Glasmenagerie“ nicht an die Schärfe früherer Arbeiten anknüpfen konnte.