Anke Stelling erhält den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg für ihren Roman „Schäfchen im Trockenen“.
Anke Stelling - Schäfchen im Trockenen

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Anke Stelling erhält Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg

Was ist von den 68er-Idealen noch übrig geblieben? Wie integriert die sogenannte Mittelstandsgesellschaft die Überreste dieser Zeit in ihr Leben, wenn sie es erst einmal zum Einfamilienhaus geschafft hat? Und wie verhält sie sich denen gegenüber, die es nicht schaffen? Darüber kann man ganze Abhandlungen schreiben. Anke Stelling tut das auch, aber sie verpackt ihre  messerscharfe Analyse in privaten, einsichtigen Geschichten und lebendigen Figuren. Bei der Vergabe des Preises wurde eben diese Auseinandersetzung mit Fragen der Bürgerlichkeit im 21. Jahrhundert  als besonderer Aspekt der Arbeit Stellings hervorgehoben. Ihre Arbeit verdeutliche, so die Jury, in wie fern das Leben des Mittelstands heute noch von den Ideen der 68er geprägt sei.

Stellings aktueller Roman „Schäfchen im Trockenen“  ist bereits die dritte Veröffentlichtung, die sich dieser gesellschaftlichen Entwicklung widmet. Gemeinsam mit ihren vorigen Veröffentlichungen „Bodentiefe Fenster“ und „Fürsorge“ bildet der Roman eine Trilogie, die sich mit den Fragen modernen Zusammenlebens befasst.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg, Alexander Hetjes, wird Anke Stelling den Preis am 9. Juni überreichen. Die Laudatio auf die Autorin hält Jury-Mitglied Heinz Drügh.

Mehr Informationen zu der Vergabe des Preises erhaltet ihr auf der Website der Stadt Bad Hamburg.