KUNST | Berlin, Deutsche Bank Kunsthalle

Basim Magdy: Deutsche Bank Kunsthalle, Berlin

Viele beklagen den Rückfall nahöstlicher Gesellschaften nach dem kurzen arabischen Frühling in Bürgerkrieg und Konterrevolution, aber immer wieder hört man dann doch von Dingen, die Anlass zur Hoffnung geben.

Zum Beispiel die Kunst des Ägypters Basim Magdy: Die ist zwar einerseits politisch, andererseits durchzogen von hintergründigem Humor und Ironie, die ihr jeglichen Fanatismus austreiben und die auch pathosschwere Ausstellungstitel wie „Die Sterne standen gut für ein Jahrhundert des Neubeginns“ mit einer zweiten, sarkastischen Bedeutungsebene aufladen „Vielleicht interessiere ich mich für Themen, die nicht unbedingt angenehm sind, aber ich muss sagen, dass die schönste Reaktion auf mein Werk für mich ein Lächeln oder ein Lachen ist“, so der Künstler.

Freilich, seine Kunst im Grenzbereich zwischen Film, Video und Installation schafft Magdy mittlerweile nur noch teils in Kairo und hauptsächlich im Schweizer Exil, allzuviel zu Lachen gibt es in Ägypten gerade nicht. Die erste institutionelle Einzelausstellung Magd entsteht im Zusammenhang mit seiner Wahl zum aktuellen „Künstler des Jahres“ der Deutschen Bank, sie läuft noch bis 3. Juli.