Das Moka Efti Orchestra geht auf Tour

Die Fernsehserie „Babylon Berlin“ ließ das legendäre Lokal Moka Efti wieder auferstehen. Jetzt ist auch die Musik des wilden, dreckigen und gleichzeitig so glamourösen Berlin der Weimarer Republik wieder da.

Moka Efti! Das klingt exotisch … und das war es auch. Der griechischstämmige Kaffeeröster Giovanni Eftimiades gründete sein legendäres Café und Tanzhaus unter diesem Namen im Berlin der 1920er. Und obwohl das originale Moka Efti schon Anfang der 1930er pleite und am Ende des Krieges nur noch Schutt und Asche war, lebt die Legende des extravaganten Etablissements bis heute weiter. Und da, wo findige Fernsehproduzenten sich in die Geschichte des realen Moka Efti verlieben, geschieht das kleine Wunder: Durch die Fernsehserie „Babylon Berlin” konnte das Moka Efti nicht nur für die Fernsehzuschauer wieder auferstehen. Blues und Klavier-Ragtime über Chansons bis zur opulenten Big Band Charleston-Nummer. Auch die Musik des wilden, dreckigen und gleichzeitig so glamourösen Berlin der Weimarer Republik ist plötzlich wieder da.

Und weil für die Serie nicht bloß ein bisschen Sound gefragt war, irgendwo im Studio aufgenommen und als Szenenbegleitung abgespielt, sondern ein echtes Orchester, das die Musik auch in der Serie im Nachbau des Moka Efti für die ekstatischen Clubszenen performte – war das Moka Efti Orchestra geboren. Und genau dieses Orchester geht nun auf Tour! Von Blues und Klavier-Ragtime über Chansons bis zu opulenten Bigband-Charleston-Nummern reicht das Repertoire, das mit den Komponisten Nikko Weidemann und Mario Kamien sowie dem Saxofonisten und Arrangeur Sebastian Borkowski keine Unbekannten des Musik- und Filmgeschäfts im Rücken hat. Das Team aus Weidemann, Kamien und Borkowski stellte nicht nur ein 14-köpfiges Ensemble zusammen, das den Sound der 1920er in all seiner damals herrschenden Rauheit und fast schon punk-artigen Attitüde auf die (Film-)Bühne bringt.

Auch für die vielleicht beeidruckendsten Szenen von „Babylon Berlin“ zeigt sich das Moka Efti Orchestra verantworlich. „Zu Asche, zu Staub“ ist ein Song, der nicht nur perfekt in die Zeit passt, sondern durch seine unmittelbare Wucht gleichzeitig den Bogen ins Hier und Jetzt schlägt. Nicht historische Genauigkeit, sondern die Schlagkraft der Emotionen einer aufgewühlten und unsicheren Zeit, in deren Feierwut nicht auch umsonst das Wörtchen Wut steckt: Das Moka Efti Orchestra hat bei einem umjubelten Auftritt auf dem Reeperbahn Festival 2018 bewiesen, dass die Musik auch außerhalb der Serie begeistert, und kommt nun mit der Musik von „Babylon Berlin“ und natürlich auch mit dem Hit „Zu Asche, zu Staub“ auf Tour.

Moka Efti Orchestra: alle Termine und Tickets

4. Februar 2019