KUNST

Was wurde aus den „Blauen Pferden“?

Franz Marcs „Turm der Blauen Pferde“ (1913) hat eine abenteuerliche Geschichte: Nacheinander wurde das Gemälde in München und Berlin gezeigt und stellte so eine Verbindung zwischen den beiden Kunstmetropolen dar, im Krieg entging es mehrfach knapp der Zerstörung, um nach dem Zweiten Weltkrieg spurlos zu verschwinden.

Die zweiteilige Ausstellung „Vermisst – Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc“ umkreist diese kunsthistorische Leerstelle, zeitgenössische Künstler untersuchen vor dem Hintergrund der erhaltenen Münchner Vorstudie den Mythos dieses Bildes und stellen die Ergebnisse ihrer Arbeit in zwei Ausstellungen zur Diskussion – einmal im Berliner Haus am Waldsee (bis 6. 6.), einmal in der Münchner Pinakothek der Moderne (9. 3.–5. 6.).