KUNST | Berlin, Hamburger Bahnhof

Carl Andre: Hamburger Bahnhof, Berlin

Der 1935 geborene Carl Andre zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Vertretern des Minimalismus, seine Arbeiten an der Grenze zwischen Skulptur, Installation und Land Art berühren durch ihr Gespür für den Raum einerseits, für den spezifischen Charakter des Materials andererseits. „Ich habe Arbeiten gerne, mit denen man in einem Raum ist, und die man jederzeit ignorieren kann“, beschreibt Andre seine Kunst, was man als Understatement lesen kann – oder aber als Grundprogramm minimalistischer Kunst, die versucht, ihre Wirkung nicht mit Inhalt zu überfrachten.

Die Ausstellung „Sculpture as Place“ ist die bislang größte Einzelausstellung des Künstlers, zu sehen sind bis 18. September rund 50 Skulpturen, über 200 Gedichte, selten ausgestellte Assemblagen sowie Fotografien und Ephemera. Ziel ist, zu zeigen, wie radikal Andre den Skulpturbegriff von 1958 bis 2010 verändert hat.