Cherry Glazerr
Pamela Littky

MUSIK | Tournee

Cherry Glazerr

Man konnte Cherry Glazerr zumindest am Anfang ihrer Karriere eine gewisse Naivität unterstellen: Bei allem Zynismus in den Texten und Rotzigkeit im Auftreten war da auch eine Menge Idealismus. Kein Wunder, immerhin ist Frontfrau Clementine Creevy bei der Gründung erst 15 Jahre alt gewesen. Die ersten Songs waren hausgemacht, der ersten Schritte in die Öffentlichkeit dank Website Soundcloud, die ersten Bandmitglieder Mitschüler – und bis heute fluktuiert das Lineup immer mal wieder. Doch schon damals hat Creevy ihren Sound gefunden: Grungiger Powerpunk a la Bikini Kill oder The Breeders, mit einer kräftigen Dosis Feminismus. Klar, dass so eine Band nicht stillhalten kann, wenn ein alternder Frauenfeind Präsident der USA wird. Ihr zweites Album „Apocalipstick“ haben Cherry Glazerr dann auch am Tag vor Trumps Amtseinführung herausgebracht – eine Platte für wütende Weltverbesserer. Doch auch jemand wie Clementine Creevy wird erwachsen, und zwei Jahre später hat sie eingesehen, dass sie nicht alle Probleme lösen kann. Das neue Album „Stuffed & ready“ nimmt eine reifere Perspektive ein – sofern man bei Cherry Glazerr davon sprechen kann. Zur Zeit an Creevys Seite sind Bassist Devin O’Brien und Drummer Tabor Allen. Gemeinsam sind die drei ehrlicher, schonungsloser und schlagkräftiger als je zuvor.

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