KUNST | Berlin, Hamburger Bahnhof

Das Kapital: Hamburger Bahnhof, Berlin

1980 schuf Joseph Beuys für die Biennale Venedig den Raum „Das Kapital. Schuld – Territorium – Utopie“ in dem er den Begriff des Kapitals von Marx löste und schöpferische Kraft in den Mittelpunkt stellte, was in der Gleichung „Kunst = Kapital“ gipfelte. Im Anschluss wurde der Raum als feste Installation in den Hallen für Neue Kunst Schaffhausen aufgebaut, wo der Sammler Erich Marx es schließlich kaufte und als Dauerleihgabe den Staatlichen Museen Berlin überließ, als nicht unumstrittenen Grundstock für das zu gründende Museum der Moderne.

Die Ausstellung stellt bis 6. November Beuys’ Arbeit Exponaten aus der Sammlung und jüngeren künstlerischen Positionen gegenüber und stellt die Fragen des Künstlers in einen Kontext nach der Finanzkrise: „Mit Kunstwerken und Musik, mit Filmen und Gegenständen aus aller Welt spürt die Präsentation dem Wesen des Wertvollen nach.“