Die dunkelste Stunde

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Die dunkelste Stunde

Gary Oldman hatte schon immer eine Vorliebe für historische Persönlichkeiten: Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald in „JFK – Tatort Dallas“, Ludwig van Beethoven in „Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte“, oder Pontius Pilatus in „Die Bibel – Jesus“. Genauso gerne verschwindet der 59-Jährige unter vielen Schichten Make-up, um seine Leinwandfigur angemessen verkörpern zu können, so gehen in „Bram Stoker’s Dracula“, „Das füfte Element und „Hannibal“.

In seinem neuen Film vereint Oldman die Geschichte mit den Gummischichten im Gesicht: In „Die dunkelste Stunde“ sieht man ihn als Winston Churchill. Wobei, nein: Man sieht ihn nicht, man vermutet, dass er es ist, weil das Filmplakat es sagt. Denn als britischer Premierminister ist Gary Oldman nicht wiederzuerkennen – der berühmte Maskenbildner Kazhuro Tsuji, der schon bei Filmen wie „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Der Grinch“ oder „Planet der Affen“ das Make-up betreut hat, legte Hand an die aufwendigen Gesichtsprothesen Oldmans. Und das, obwohl der Japaner vor fünf Jahren eigentlich seinen Job an den Nagel gehängt hatte und seitdem als Skulpturkünstler arbeitet – das Filmbusiness war ihm einfach zu anstrengend geworden.

Oldman aber hätte den Film nicht ohne Tsuji gemacht, und Tsuji wollte schon immer mal einen Schauspieler in einen komplett anders aussehenden historischen Charakter verwandeln. Also wurde man sich einig. Der Lohn: Ein optisch und darstellerisch überzeugender Gary Oldman als Churchill, der Anfang Januar ein Golden Globe erhielt. Und die Oscars kommen ja Anfang März erst noch. vs

Die Kritik zum Film un die Spielzeiten finden Sie hier.

Die dunkelste Stunde