MUSIK | Tournee

Tourtipp: Eagle-Eye Cherry

Mehr als 20 Jahre ist es her, dass Eagle-Eye Cherry mit dem flotten „Save tonight“ auf den Lippen durch die Straßen der Großstadt schlenderte. Ob der Halbbruder von Neneh Cherry deshalb sein neues Album „Streets of you“ genannt hat? Immerhin hat es den 50-Jährigen für seine sechste Platte nach Nashville verschlagen. Den Ortswechsel hatte der Schwede dringend nötig, denn die Verstreamung des Musikgeschäfts hätte ihn fast das Handtuch werfen lassen: „Irgendwann habe ich eine Pause gebraucht, um mir ein neues Leben aufzubauen“, erzählt der Sänger. „Und das hat mir so gut gefallen, dass ich fast vergessen hätte, wie toll es ist, Musiker zu sein. Irgendwann konnte ich nicht länger leugnen, dass es mir fehlt, Songs zu schreiben und auf Tour zu sein.“ Deshalb hat Cherry mit neuem Management im Rücken an seinem Sound gefeilt, den er schlicht Folk Country nennt und der zum Glück mehr nach Neil Young als nach Keith Urban klingt: „Streets of you“ atmet den lässigen Second-Hand-Lederjackenrock, der Cherry berühmt gemacht hat – gut abgehangen und mit genau der richtigen Patina, um zum neuen Lieblingsstück zu werden.

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