KUNST | Hamburger Kunsthalle

Entfesselte Natur: Hamburger Kunsthalle

Dass Hamburg in der ersten Hälfte des Jahres 2018 unter ungewöhnlicher Trockenheit ächzte, mag man noch als meteorologische Ausnahme verbuchen; nicht von der Hand weisen lässt sich aber die Erkenntnis, dass Wetterextreme zunehmen. Überschwemmungen, große Hitze, Stürme sind allesamt Symptome des weitgreifenden Klimawandels.

Es ist also nur folgerichtig, dass sich die Hamburger Kunsthalle bis 14. Oktober mit „Bildern der Katastrophe“ beschäftigt – allerdings in einer historisch weit angelegten Ausstellung, die von 1600 bis in die Gegenwart führt. Heißt: Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videos von Caspar David Friedrich (1774–1840) über Martin Kippenberger (1953–97) bis Julius von Bismarck (geboren 1983).

Wird das nicht unübersichtlich? Auf jeden Fall. Aber unübersichtlich ist unsere katastrophale Gegenwart ja auch.