KUNST | Frankfurt, Städel

Georg Baselitz: Städel, Frankfurt

Einer der wichtigsten, einer der widersprüchlichsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts: Georg Baselitz arbeitet sich seit über 50 Jahren in Gemälden und Skulpturen am „Heldischen“ ab und dekonstruiert so einerseits das unselige-deutsche Menschenbild, zeigt sich andererseits aber auch fasziniert von üblen Traditionen.

In den Jahren 1965 entstanden so die Werkgruppen „Helden“ und „Neue Typen“, die in ihrer Zerrissenheit weit über die Kunst hinaus beispielhaft fürs Nachkriegsdeutschland stehen und heute als bedeutendste künstlerische Positionen ihrer Zeit gelten. Das Frankfurter Städel zeigt bis 30. Okotober rund 70 Arbeiten, „deren monumentale Figuren, aggressiv und trotzig gemalt, bis heute ambivalent, schicksalshaft und verletzlich wirken.“