KUNST | Leverkusen, Museum Morsbroich

Hans Op de Beeck: Museum Morsbroich, Leverkusen

Dass Künstler in unterschiedlichen Disziplinen aktiv sind, ist durchaus üblich. Dass sie allerdings in diesen Disziplinen vergleichbar erfolgreich sind, ist ungewöhnlich.

Der belgische Künstler Hans Op de Beeck dreht Videos, malt, macht Theater (unter anderem am Schauspiel Frankfurt) und baut Installationen, weswegen letztere als das zentrale Medium des heute 47-Jährigen gelten – eine Installation ist übers Bühnebild ebenso mit den Darstellenden Künsten verknüpft wie mit Skulptur und im Zweifel auch Malerei. Tatsächlich verweigert sich Op de Beeck aber solchen Kategorisierungen konsequent, seine Kunst ist eine tastende, die sich einem entzieht, lange bevor man sie zu fassen bekommt, ein traumartiger Zustand zwischen Bewusstsein und Ohnmacht.

Die Ausstellung „The silent Castle“, die noch bis 30. April im Leverkusener Museum Morsbroich zu sehen ist, versammelt Werke aus den vergangenen zehn Jahren, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler speziell auf die Gegebenheiten im Schloss Moorsbroich abgestimmt werden.