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Hessischer Kabarettpreis: Speisekarte rauf und runter

Die Hessen haben einen sehr seltsamen Humor. Das wissen wir seit der Abendshow „Zum blauen Bock“ mit Heinz Schenk, wo ständig schwere Äppelwoi-Bembel an unschuldige Gäste verschenkt wurden. Doch nicht nur in der TV-Abendunterhaltung ist eine solche Belästigung Gang und Gäbe, auch unter vermeintlich aufgeklärten Geistern des Kabarettgenres im Landstrich zwischen Werra und Main schenkt man unschuldigen Künstlern unter dem Vorwand, einen Preis gewonnen zu haben, schlimme Dinge. Bei der Vergabe des Hessischen Kabarettpreises Anfang Mai freute sich Matthias Reuter, dass er für sein Musikkabarettprogramm „Auswärts denken mit Getränken“ einen Handkäs mit oder ohne Musik erhielt. Mensch Reuter, auswärts denken war doch angesagt! Nicht anders und vielleicht kritischer Aydin Isik, der mit dem Bethmännchen, einer Teigkugel, ausgezeichnet, ach was: hereingelegt wurde. Die Wienerin Lisa Eckhart wurde mit einer Grie Soß gefoppt und Max Uthoff, ja! Selbst Max Uthoff von der ZDF-Satireshow „Die Anstalt“ ließ sich mit einem sogenannten Preis reinlegen: Ahle Worscht! Eine Wurst, an der Unbedarfte sich die Zähne ausbeißen können! Vielleicht sollte man die Sendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ reaktivieren, damit die sich mal um den hessischen Humor kümmert. Der scheint ja völlig aus dem Ruder zu laufen. Und da es von der Preisverleihung nicht mal einen Youtube-Beitrag zu geben scheint, obenstehend ein Video mit Lisa Eckhart „Auf dem roten Stuhl“.