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Idil Baydar steht am Königsweg

Idil Nuna Baydar heißt sie mit vollem Namen, ist Kabarettistin  und Schauspielerin, hält aber auch Vorträge für Nachwuchskräfte zum Thema Selbstverwirklichung, Bildung und Motivation. Baydar ist als Tochter einer alleinerziehenden türkischstämmigen Mutter in Celle aufgewachsen, weil ihre Eltern sich kurz nach ihrer Geburt trennten. „Deutschland, wir müssen reden!“, heißt das abendfüllende Programm der Kabarettistin, die bereis seit 2011 einen Youtube-Kanal mit selbstgeschriebenen Videos zum Thema Integration bestückt. Kann man sich noch streiten, ob es der beste Weg ist, in der Rolle von Kunstfiguren wie die Berlinerin Gerda Grischke oder als Jilet Ayşe auf die Bühne zu gehen, so sind Baydars Themen doch immer unstrittig stark sowohl in ihrer Komplexität als auch der Auswahl. Jetzt hat Regisseur Falk Richter Idil Baydar ins Ensemble für das neue Elfriede-Jelinek-Stück über Donald Trump, „Am Königsweg“, geholt, das Richter am Schauspielhaus Hamburg inszeniert. Wie es dazu kam? Keine Ahnung, aber wir werden es sicher bald wissen, spätestens  um den 28. Oktober herum, wenn das Stück uraufgeführt wird. Was wir jetzt schon wissen: Bereis 2016 kamen Richter und Baydar zusammen. Damals erhielt Falk Richter auf dem CSD Berlin den Stonewall Award in der Kategorie Kultur für das Identitätsfindungsstück „Small Town Boy“ und für „Fear“, das sich mit rechten Strömungen wie Pegida und der AfD auseinandersetzt. Und wer hielt die Laudatio? Genau: Idil Nuna Baydar.