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MUSIK

Jazzanova: The Pool

Selbst nach mehr als 20 Jahren besteht noch immer Bedarf, diesen ganz und gar eigenen Zusammenschluss namens Jazzanova zu erklären: „Die Leidenschaft für Musik hat uns über all die Jahre zusammengehalten“, sagt DJ und Radiomoderator Alex Barck. „Wann immer wir uns treffen, tauschen wir uns als erstes über Platten aus, die wir neu entdeckt haben, und schieben den anderen irgendwelche Tracks rüber“, ergänzt sein Produzentenkollege Stefan Leisering. Die drei DJs und zwei Produzenten haben in der Schnittmenge von Jazz und elektronischer Musik einen inverwechselbaren Sound etabliert: Sie erstellen Remixe, übernehmen Jobs als Kuratoren, reisen mit DJ-Sets um die Welt und können mit dem Philly-Rapper Capitol A genauso gut arbeiten wie mit europäischen House-Helden à la Dixon und Åme.

Nach zehn Jahren Plattenpause schreibt „The Pool“ jetzt den unverkennbaren Sound von Jazzanova fort und öffnet zugleich viele neue Türen: Während sie die Rhythmusarbeit komplexer gestaltet haben, lassen sie jetzt auch schlichtere Kompositionen zu und wagen mehr Pop als je zuvor. Für die zwölf neuen Songs haben sie mit zwölf herausragenden Vokalisten gearbeitet, und zwuschen alten Weggefährten wie Paul Randolph und jungen Sängerinnen wie Rachel Sermanni und Charlotte OC fällt ein Name ganz besonders auf: der des britischen Superstars Jamie Cullum. „Eigentlich hatten wir eine klassische Pianoballade für ihn geschrieben“, erzählt Barck, „aber dann wurde uns bewusst, dass es die auf seinen eigenen Alben schon zur Genüge gibt.“ Also haben sie seinen Song „Let’s live well“ komplett umproduziert und Gitarre sowie komische Basssounds hinzugefügt. „Jamies Fans sollen überrascht sein, weil sie ihn so noch nicht gehört haben“, gibt sich Barck bescheiden. Doch auch collum selbst wird mit offenem Mund bestaunen, was Jazzanova nach zehn Jahren abstinenz vollbracht haben.

Mehr zum neuen Album „The Pool“  von Jazzanova kann man auf uMagazine.de lesen.