Jutta Koether: Museum Brandhorst, München

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Jutta Koether: Museum Brandhorst, München
Jutta Koether: Straight Girl (1984) Abb.: © Jutta Koether

Als die 1958 geborene Jutta Koether begann, sich mit Kunst und Musik auseinanderzusetzen, wurden ihre kulturjournalistischen und künstlerischen Arbeiten oft als Abarbeiten an der in den Achtzigern noch sehr männlich geprägten Pop- und Intellektuellenszene insbesondere in Koethers Heimatstadt Köln verstanden.

Die Ausstellung „Tour de Madame“, die noch bis 21. September im Münchner Museum Brandhorst zu sehen ist, zeigt Koether im Vergleich zu dieser verhältnismäßig wenig komplexen Lesart als eigenständige Künstlerin, die daran arbeitet, „eine alternative ,Gegen-Geschichte‘ zum modernistischen, männlich dominierten Kanon zu entwerfen“.

Gezeigt werden rund 150 Arbeiten, in erster Linie aus Koethers malerischem Werk, darunter eine exklusiv für die Ausstellung entworfene zwölfteilige Serie, die durch ihre Anspielung auf den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly einen eigenen Bezug zur Sammlung des Museum Brandhorst aufweist.

Jutta Koether: Museum Brandhorst, München
Jutta Koether: Straight Girl (1984) Abb.: © Jutta Koether