KUNST

Käthe-Kollwitz-Preis für Adrian Piper

Der mit 12 000 Euro dotierte Käthe-Kollwitz-Preis wird häufig an Künstlerinnen vergeben, die schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben, in den vergangenen Jahren an Katharina Sieverding, Edmund Kuppel, Bernard Frize und Corinne Wasmuth. Aber dass der Preis an jemanden geht, den man gar nicht eindeutig der Bildenden Kunst zuordnen kann, ist ein Novum.

Adrian Piper, 1948 in New York geboren und seit 2005 in Berlin ansässig, ist mindestens ebensoviel Theoretikerin wie Künstlerin. Vielleicht ist die diesjährige Preisträgerin so auch jemand, die in ihrer von der Konzeptkunst beeinflussten Arbeit die Disziplingrenzen aufzulösen in der Lage ist?

Die mit dem Preis verbundene Ausstellung zeigt bis 14. Oktober ausgewählte ortsspezifische Arbeiten in der Akademie der Künste am Pariser Platz.