NanGoldin-Veils2011-2014
Nan Goldin: Veils (2011–14) Abb.: Courtesy die Künstlerin

KUNST | Hannover, Kestnergesellschaft

Nan Goldin / Pipilotti Rist: Kestnergesellschaft, Hannover

Zwei Ausstellungen, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun haben: Die US-Fotografin Nan Goldin steht seit den 1980ern für zutiefst subjektive, tagebuchartige Fotoserien hauptsächlich aus der New Yorker Subkultur, die Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist für popkulturbunte Video-Raum-Installationen, hinter deren fröhlicher Anmutung sich Abgründe verbergen. Auf den zweiten Blick stellt man aber fest, dass Goldin und Rist mehr verbindet als gedacht: die feministische Grundhaltung, die Sympathie für gesellschaftliche Ausenseiter, das Intresse an Queerness, Camp und Popkultur zum Beispiel. Und in den aktuellen Arbeiten auch: ein Abarbeiten am hochkulturellen Kanon, der sich bei Goldin in der Auseinandersetzung mit Exponaten aus dem Louvre zeigt, bei Rist in der Arbeit mit klassischen Weiblichkeitsmythen.