FILM

303

Jan liebt Jule, und Jule liebt Jan. Dass es so kommen wird, wissen sie am Anfang aber noch nicht – da sind sie bloß Fahrerin und Beifahrer in einem Wohnmobil mit der Nummer „303“ auf dem Weg nach Süden. Sie will nach Portugal, ihren Freund besuchen, er ist von seiner Mitfahrtgelegenheit versetzt worden und trifft sie zufällig an einer Tankstelle. Dass sich die beiden auf dem langen Weg von Berlin nach Portugal näherkommen, ist der zwangsläufige Spannungsbogen der Story – aber wie immer bei Regisseur Hans Weingartner („Die fetten Jahre sind vorbei“) zählt nicht nur das Was, sondern auch das Wie. Fast zweieinhalb Filmstunden lang nimmt er sich in „303“ für diese Annäherung Zeit. Das schließt viele stimmungsvolle Momente, Herumgealbere am Strand und tiefgründige Diskussionen (über die Natur des Menschen) am Steuer und am Lagerfeuer ein. Weingartners entschleunigtes Roadmovie „303” überzeugt, auch dank der Darsteller Mala Emde und Anton Spieker, die komplett in ihren Figuren aufgehen – und uns am Ende mit der bittersüßen Erkenntnis zurücklassen, dass man die Reise seines Lebens nur ein einziges Mal machen kann. rr

Alle Kinovorstellungen und Spielzeiten von „303“ gibt es auf daskinoprogramm.de.