FILM DER WOCHE Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit
Die Berufung – Ihr Kampf für GerechtigkeitFoto: eOne

FILM | Kinostart 7. 3.

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit

Ruth Bader Ginsburg ist eine Ikone des linksliberalen Amerikas. Gerade von einem Sturz und einer Krebs-OP genesend, ist die 85-jährige Richterin am Obersten Gerichtshof der USA in Zeiten von Trump und einem Rechstrucks in der US-Politik wichtiger denn je, wenn es um Menschenrechte und Gleichberechtigung geht. Schon die Dokumentation „RBG“ beschäftigte sich vor kurzem mit Ginsburgs Leben, die Hollywoodversion „Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ bekräftigt die Sehnsucht liberaler Kräfte nach einer Lichtgestalt in zappendusteren Zeiten.

Bester Abschluss, aber kein Job

„Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ zeigt Ginsburg (Felicity Jones, „Rogue One – A Star Wars Story“) als superkluge, supertalentierte Frau, die beim Studium und auch danach immer mit Diskriminierung zum kämpfen hat. Als eine der wenigen Frauen unter Hunderten von männlichen Studenten an der Eliteuni von Harvard schnippt sie sich die Finger wund, um auch einmal vom Professor aufgerufen zu werden. Und obwohl sie Jahrgangsbeste ist, bekommt sie nach dem Abschluss bei keiner Anwaltsfirma in New York einen Job: Frau, Mutter und Jüdin, um Gottes Willen! Also arbeitet Ginsburg als Professorin.

Endlich eine Chance

Doch in den 70ern schlägt ihre Stunde: Zusammen mit ihrem Mann (Armie Hammer), einem Steueranwalt und Feministen, übernimmt sie den Fall eines älteren Junggesellen, der die Kosten für die Pflege seiner Mutter nicht von der Steuer absetzen darf, weil er nie verheiratet war. Für Ginsburg ist klar: Das dafür verantwortliche Gesetz ist diskriminierend. Ginsburg gewinnt, und das unterhaltsame Biopic endet hier. In der Wirklichkeit übernahm Ginsburg in der Folge zahlreiche Fälle, in denen Frauen benachteiligt und Männer bevorzugt wurden, und umgekehrt. So sorgte sie für viele Präzedenzfälle, denn, so Ginsburgs Überzeugung: Wenn sich die Gesellschaft verändert, dann müssen es die Gesetze auch tun. vs

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