FILM | Kinostart: 20. 12.

Die Poesie der Liebe

Victor Adelman (Nicolas Bedos) ist tot. Und was soll Sarah (Doria Tillier) nun machen? Der Frau des gefeierten Literaten hat in 45 Ehejahren stets selbstlos die Karriere ihres Mannes unterstützt und blieb selbst dabei in seinem Schatten. Was aber hat tatsächlich hinter dieser Beziehung gesteckt, was nie nach außen gedrungen ist? Wer war das wahre Genie? Das erzählt „Die Poesie der Liebe“ in Rückblenden, angefangen mit der ersten Begegnung der beiden in der Pariser Bohème der 70er-Jahre. Doria Tillier und Nicolas Bedos, auch im wahren Leben ein Paar, stürzen sich mit Bravour und Leidenschaft auf die Aufgabe, vielschichtige und widersprüchliche Figuren zu erschaffen, an denen man sich kaum sattsehen kann. Der deutsche Titel lässt die Geschichte etwas behäbig klingen – tatsächlich lassen Sarah und Victor über die Epochen hinweg in ihrer Ehe an Dramatik kaum etwas aus. Kein Wunder, dass sie regelmäßig auf der Couch eines Psychiaters (Denis Podalydès) landen … Auf jeden Fall lernen wir: Das Geheimnis einer glücklichen Ehe ist, die Poesie der Liebem ist: Geheimnisse für sich zu behalten – jedenfalls solange der Gatte noch lebt … rr

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