KUNST | Frankfurt, Schirn

Kunst für alle: Schirn, Frankfurt

Kunst für alle“, das klingt nach Beuys’ Diktum, dass jeder Mensch ein Künstler sei, ist hier aber anders gemeint. In der Frankfurter Kunsthalle Schirn geht es um „Authentizität, Originalität und auch für einfache Leute erschwingliche Preise einerseits sowie über ein Kunstschaffen jenseits des Elfenbeinturms und seine Popularisierung andererseits.“

Es geht also bis 3. Oktober um die Popularisierung des Farbholzschnitts in Wien um 1900, als Mitglieder der Wiener Secession die zuletzt in Vergessenheit geratene Technik neu entdeckten und damit die verknöcherte Kunstszene aufmischten. Tatsächlich wurde damals die auch noch heute aktuelle Frage gestellt, inwiefern eine beliebig oft reproduzierbare Kunst überhaupt noch als Kunst bezeichnet werden kann.

Was eine auf den ersten Blick recht traditionell daherkommende Präsentation von Werken aus dem Jugendstil-Umfeld mit einer überraschend aktuellen Note auflädt. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Wiener Albertina.