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Evan Penny: Junges Selbst: Portrait des Künstlers wie er (nicht) war. Variation # 1 (2011)Abb.: Privatsammlung, London © Evan Penny

KUNST | Kunsthalle, München

Lust der Täuschung: Kunsthalle, München

Wer schon einmal in einer barocken Kirche eine Marmorsäule bewundert hat, nur um dann festzustellen, dass die Säule aus Holz ist und der Marmor nur eine kunstfertige Attrappe, der wurde im Wortsinn ent-täuscht.

Aber er hat andererseits die Erfahrung gemacht, eine schöne Säule gesehen zu haben. Und kann sich darüber hinaus freuen, mit welchem handwerklichen Geschick der Marmor imitiert wurde.

Täuschung ist also gleichzeitig etwas Unangenehmes und etwas Lustbehaftetes, zumindestens, wenn man sich dieser Täuschung hingibt. Die Ausstellung „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ stellt noch bis 13. Januar einen „höchst abwechslungsreichen und unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte und ihre visuellen Spielformen von Schein und Illusion“ in der Kunsthalle München dar.