FILM

Maggies Plan

Tucholsky hat’s gewusst: „Es wird nach einem Happy End/Im Film jewöhnlich abjeblendt“. „Maggies Plan“ ist auch deshalb so komisch, ernsthaft und berührend, weil Regisseurin Rebecca Miller die Geschichte einfach über das vermeintliche Happy End hinaus weitererzählt. Maggie (Greta Gerwig), neurotische New Yorkerin mit Kinderwunsch, hat schon die Samenspende parat, als sie in dem Unidozenten John (Ethan Hawke) ihren Mr. Right trifft. Eine Scheidung, zwei Geburten und drei Jahre später möchte sie John am liebsten wieder zurückgeben, aber seine Ex-Frau (Julianne Moore) verweigert die Annahme… Greta Gerwig beweist wieder einmal: Sie ist die Beste, wenn es darum geht, gestresste Großstädter zu spielen, die meist vergeblich versuchen, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Und ihr leichtfüßiges Spiel ist auch dafür verantwortlich, dass man den Film, der das Genre der romantische Komödie auf postironische Art und Weise veralbert, einfach genießen kann – ohne auch nur einen Gedanken an die Metaebene zu verschwenden. (rr)